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Informationen für Debian-InteressierteWas ist Debian?Bei Debian handelt es sich um ein Projekt von Freiwilligen, hinter dem keinerlei kommerzielle Interessen stehen. Rund 1000 Entwickler arbeiten in ihrer Freizeit und unbezahlt an diesem Projekt. Die Debian-Distribution basiert auf dem Open Source Prinzip [1], und die Anforderungen an die Software sind in der "Debian Free Software Guideline" (DFSG) [2] festgelegt. Ziel ist es, den Nutzern ein ausgereiftes und qualitativ hochwertiges System bestehend aus freier Software zur Verfügung zu stellen. Um die Konsistenz der Distribution zu gewährleisten, verhält sich jedes Paket konform zu den Regeln der Debian-Policy [3]. Außerdem werden bestehende Standards, wie beispielsweise der "Filesystem Hierarchy Standard" [4], eingehalten. Debian GNU/Linux ist neben der weit verbreiteten x86- auch für zahlreiche anderen Architekturen verfügbar, darunter ARM, PowerPC, SPARC, Alpha, Motorola 680x0, IA-64, HP PA-RISC, MIPS, und S/390. Die Distribution kann von vielen FTP-Servern kostenlos heruntergeladen werden. Da es sich jedoch um große Datenmengen handelt (knapp 9000 Pakete), ist ein Download nicht zu empfehlen. Stattdessen empfiehlt sich der Kauf einer Debian GNU/Linux CD-ROM, wie sie von verschiedenen Firmen [5] angeboten wird. InstallationDie Installation der Debian-Distribution ist mit etwas Sorgfalt und Aufmerksamkeit auch von einem Anfänger durchführbar. Mit der deutschsprachigen Installationsanleitung [6] kann man sich zuvor informieren, oder aber eventuell auftretende Probleme lösen. Außerdem gibt es inzwischen eine Reihe Debian-spezifischer Bücher [7], die unter anderem auf die Installation und Einrichtung des Systems eingehen. Aufbau der DistributionDie Debian-Distribution gibt es in drei Ausführungen: "stable", "testing" und "unstable". Während die stable-Distribution ausgiebig getestet und bereit für den Produktionseinsatz ist, wird in testing die nächste Release vorbereitet - die eigentliche Entwicklung hingegen findet in unstable statt. Jede Release trägt einen Code-Namen und eine Versionsnummer. Zur Zeit ist "woody" (3.0) die "stable", "sarge" die "testing", und "sid" die "unstable"-Distribution. Der Aufbau der Distribution findet sich in der Verzeichnisstruktur der Installationsmedien und FTP-Server wieder. Die Einhaltung der korrekten Pfade ist die Grundlage von Debians Paketverwaltung. Deshalb ist beispielsweise die "stable"-Distribution immer in folgendem Verzeichnis anzutreffen: .../debian/dists/stable/Debian teilt die verfügbaren Pakete in drei Sektionen auf: Die Debian-Distribution ist inzwischen für viele verschiedene Architekturen verfügbar (ix86, mk68, etc.). Die Pakete sind deshalb in Verzeichnissen wie "binary-i386" oder "binary-m68k" einsortiert. Architekturunabhängige Pakete sind in "binary-all" zu finden, Quellcodes der einzelnen Pakete in "source". Beispiel: .../debian/dists/stable/main/binary-i386/Zur leichteren Orientierung werden Pakete schließlich nach Verwendungszweck aufgeteilt: "admin", "base", "devel", "net", "news", "mail" etc. Beispiel: debian/dists/stable/main/binary-i386/net/Das Paket "ftp" der "stable"-Distribution für die x86-Architektur ist also an folgendem Platz zu finden: .../debian/dists/stable/main/binary-i386/net/ftp-0.10-3.1Die CD-ROMs der verschiedenen Händler halten sich nicht immer an dieses Schema. Beispielsweise ist der Inhalt des "non-us"-Servers gelegentlich als vierte Sektion neben "main", "contrib" und "non-free" zu finden. Im Normalfall ist die Verzeichnisstruktur aber analog zu den FTP-Servern aufgebaut. Paketverwaltungdpkgdpkg ist das grundlegende Tool zur Paketverwaltung auf Debian-Systemen und wird vollständig über die Kommandozeile gesteuert. Im Gegensatz zu dselect und APT kann es Abhängigkeiten nicht selbständig auflösen. Hier sind die wichtigsten Befehle:
dselectEin betagtes, aber m?chtiges Werkzeug für die Paketverwaltung ist dselect. Es kann Abhängigkeiten auflösen und Pakete unter anderem via FTP oder NFS, per Diskette und natürlich von CD-ROM installieren. APTDas Installations- und Konfigurationsprogramm APT (Advanced Package Tool) verspricht höheren Komfort und mehr Übersicht als dselect: Frei wählbare Quellen für die Installation mit Apt werden unter " Hier sind ein paar Beispiele für die Verwendung von apt-get:
Auch existieren mit aptitude, console-apt und gnome-apt Frontends zur Bedienung von APT. Konfiguration des SystemsAlle systemweiten Konfigurationsdateien finden sich unter
Welche (weiteren) im Einzelnen zur Verfügung stehen, ist abhängig von den installierten Paketen. Prinzipiell sind sie über den Befehl " Weitere Hilfen zu DebianNeben der üblichen Dokumentation unter Antworten zu häufig gestellten Fragen bietet die Debian-FAQ [9]. Wer das Paket doc-debian installiert, findet diese FAQ auch unter [10] auf der eigenen Festplatte. Zu Linux gibt es weitere Dokumentation in den Paketen doc-linux-text (englische Textdateien) bzw. doc-linux-html [11], sowie auf deutsch im Paket doc-linux-de [12]. Auf die lokal verfügbaren Hilfen ist auch ein Zugriff über einen installierten Webbrowser möglich. So bietet das Paket "dwww" eine HTML-basierte Suchmaschine [13], die verschiedene Informationsquellen berücksichtigt. Über eine ähnliche Funktionalität verfügt das Programmpaket dhelp. Umfangreiches Informationsmaterial bietet ebenso das "Debian Documentation Project" [14]. Davon ist für Einsteiger besonders das Buch "Debian GNU/Linux: Guide to Installaton and Usage" interessant, das auch komplett online gelesen werden kann [15]. Eine Bücherliste mit Debian-spezifischer Literatur gibt es unter [7]. Es existieren zu Debian eigene Mailinglisten [16]. Diese werden archiviert [17] und können somit auch später noch nachgelesen werden. Deutschsprachigen Anwendern steht eine spezielle Mailingliste [18] zur Verfügung, die ebenfalls eine Recherchemöglichkeit [19] bietet. Zudem ist die FAQ dieser Mailingliste im WWW abrufbar [20], und beantwortet so die ein oder andere Frage auch ohne Listenabonnement. Hilfreich kann auch die Paketsuchmaschine [21] sein. Mittels dieser können Informationen über ein Paket, den aktuellen Stand seiner Entwicklung sowie die Downloadquellen in Erfahrung gebracht werden. Und wer einfach nur informiert bleiben möchte wirft hin und wieder einen Blick hinüber zum DebianPlanet [22]. [ 1] http://www.de.debian.org/intro/free.html
Unser Dank gilt allen, die uns durch Kritik, Korrekturen und Kommentare unterstützt haben - im Besonderen: Christian Kurz |
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| Fre, 13 Feb 2004 15:38:57 GMT Andreas Metzler http://www.dcoul.de/ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||